Wir sind wieder da – Zurück aus der Auszeit

Drei Wochen Dänemark, drei Wochen Auszeit. Drei Wochen ohne ständige Handypräsenz, ohne Blog, ohne Facebook, ohne Instagram. Eine freie, erholsame, friedliche, intensive Familienzeit liegt hinter uns. Es war so schön, es tat so gut. Jetzt sind wir wieder zu Hause.

 

 

 

Heimweh – Fernweh

Schon seit mehreren Jahren fahren wir nun bereits drei Wochen am Stück nach Dänemark. Ich muss gestehen: Immer habe ich am ersten Abend Heimweh, möchte am liebsten wieder nach Hause. Ich habe Bauchweh, fühle mich verloren, traurig und unsicher. Dieses Gefühl ist aber bereits am nächsten Morgen vergessen und schon nach wenigen Tagen fühle ich mich so wohl, dass ich am liebsten für immer bleiben würde. Wir genießen diese intensive Familienzeit dort so sehr. Wir fühlen uns so wohl, wenn wir von allen äußeren „Fesseln“ befreit sind und einfach „sein“ können. Freiheit! Und jedes Jahr denken wir aufs neue darüber nach, unser Leben zu verändern, Deutschland zu verlassen, auf Reisen zu gehen. Ein Traum vom freien Leben – hier schreibe ich mehr darüber.

 

 

 

Wir in Dänemark

Wenn wir in Dänemark sind lassen wir alles ruhig angehen. Wir stehen auf, wann es uns gefällt, frühstücken und spielen im Schlafanzug. Im Ferienhaus gemütlich spielen oder lesen? An den Strand, Fjord, baden, Drachen fliegen, Rad fahren, Kite surfen? Wir lassen uns treiben von den Wünschen der Kinder und dem Wetter. Wir leben auf kleinstem Raum und wachsen als Familie zusammen. Und obwohl mein Mann (als Selbstständiger) auch im Urlaub arbeiten muss, verbringen wir eine intensive, größtenteils harmonische Familienzeit.

 

Mein Mann ist gelöster, weil er „nur“ online arbeiten und nicht zum Kunden fahren muss und so immer bei uns sein kann. Er gönnt sich Spaß beim Kite surfen, Drachen fliegen oder schwimmen mit den Kindern im Meer und ist viel freier und glücklicher als zu Hause.

 

Die Kinder genießen die intensivere Zeit mit Papa und das lockere Leben ohne Verpflichtungen. Keine festen Termine, keine festen Zeiten, an denen man angezogen irgendwo sein muss. Besonders bei der großen Zaubertochter sind die Veränderungen deutlich spürbar. Ohne Kindergarten, in den sie ja geht und von sich aus gehen möchte, ist sie ausgeglichen und ruht viel mehr in sich selbst. Sie muss nicht ihre angestauten Gefühle nach dem Besuch des Kindergartens herauslassen, was für mich oft schwer auszuhalten ist und unter den Schwestern öfter zu Streit führt. Die Kinder können einfach so sein, wie sie sein möchten und müssen sich nicht anpassen – weder zeitlich, noch an ein System.

 

Und ich genieße einfach, dass wir alle zusammen sind, so fröhlich, freundlich und frei. 🙂

 

 

 

Und sonst?

Sonst ist die kleinste Zaubertochter am Ende der Auszeit 11 Monate alt geworden. Sonst hat sie am Ende unserer ersten Woche in Dänemark plötzlich drei volle Mahlzeiten mit uns gegessen, so dass von sechs täglichen Stillmahlzeiten nur noch zwei übrig geblieben sind. Sonst hat sie sich plötzlich alleine hingesetzt (als ich duschen ging, lag sie auf der Decke, als ich wieder kam, saß sie ;-)). Sonst hat sie genau an ihrem 11-monatigen Geburtstag ihre ersten drei Krabbelschritte gemacht. Sonst sind wir alle gestärkt, glücklich, voller Liebe und mit einem großen Freiheitswunsch zurückgekehrt.

 

 

 

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Kategorien: Erleben, Familienleben

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