Dank meiner Kinder liebe ich meinen Körper #letstalkabout

Mein Körper und ich? Nicht immer eine Liebesgeschichte. Aber seit er mich zur Mama gemacht hat, liebe ich ihn einfach. 😊

 

Mein Körper und ich – Meine Geschichte

In meiner Kindheit war ich schlank, Essen und Gewicht spielten für mich keine Rolle. Ich fühlte mich wohl so wie ich war. Zu Beginn meiner Pubertät, etwa mit 11 oder 12 Jahren, bekam ich nicht nur weiblichere Rundungen (Oberschenkel, Po), sondern nahm auch zu. Vielleicht aß ich zu viel oder das Falsche, jedenfalls wurde ich pummelig. Ich war nie richtig dick oder übergewichtig, einfach nur etwas zu kräftig. Anfangs nahm ich das nicht wahr, es spielte keine Rolle. Doch mit zunehmendem Alter, mit zunehmender Selbstwahrnehmung und hauptsächlich wahrscheinlich durch den Einfluss von Medien und Mitschülern, fühlte ich mich unwohl mit meinem Körper. Meine dicken Oberschenkel und mein dicker Po waren mir peinlich, mein kleines Bäuchlein unangenehm. Ich versteckte meine Rundungen und mich in unscheinbaren, weiten Kleidungsstücken und machte es damit vielleicht noch schlimmer. Ich fühlte mich dick und hässlich.

Nach dem Sommerurlaub, in dem ich gerade 17 geworden war, beschloss ich, etwas zu ändern. Ich sah die Urlaubsfotos und mich in unförmiger Kleidung. Ich erinnerte mich an die Urlaubsstunden, in denen ich mit kurzer Hose vorm Spiegel stand und mich schämte. Ich wollte auch endlich mutig genug sein, mir hübsche Kleidung zu kaufen und mich darin wohl zu fühlen. In dem Moment wusste ich, dass ich das nur durch Abnehmen erreichen konnte.
Ich setzte mir kein festes Gewichtsziel und wählte auch keine bestimmte Abnehmmethode aus. Von heute auf morgen aß ich weniger, aß ich einfach die Hälfte von vorher, keine Süßigkeiten mehr, nichts mehr nach 18 Uhr und ich fuhr Fahrrad. Und es funktionierte. Ich nahm wöchentlich etwa ein Kilo ab, bis ich 13 Kilo abgenommen hatte, und fühlte mich so wohl.

Seit dem musste ich jedoch immer auf mein Gewicht achten. Essen spielte seit dem eine große Rolle in meinem Leben. Ich musste mich immer einschränken und aufpassen. Ich hatte zwar viel Fett verloren, einen schlanken Bauch, jedoch immer noch (eigentlich völlig normale!) weibliche Rundungen an Oberschenkeln und Po mit denen ich unzufrieden war.

 

Ich liebe meinen Körper

Dann war ich das erste Mal schwanger. Es war wie eine Erlösung. Mein Bauch rundete sich, denn darin wuchs unser Baby. Zum ersten Mal war ich glücklich und stolz über einen „dicken“ Bauch. Zum Wohle meines Babys aß ich wieder in vernünftigem Maß, schränkte mich nicht mehr ein, nahm zu, aber fühlte mich wohl damit. Mein Körper leistete so unglaubliches. Schwanger sein, ein Baby empfangen, wachsen lassen, ernähren, gebären, stillen. Und das bereits vier Mal in den vergangenen sechs Jahren. Ich liebte und liebe meinen Körper dafür!

 

Danke Körper, danke Kinder!

Weibliche Rundungen an Oberschenkeln und Po? Wunderbar! Ich bin eine Frau, ich kann Kinder austragen und gebären, ich bin stark. Ein zwar immer noch schlanker, aber nicht mehr straffer, sondern eher wabbeliger Bauch mit ein paar Streifen? Egal! In diesem Bauch wuchsen vier wunderbare Kinder, meine Babys. Er dehnte und rundete sich, er bildete sich zurück und schenkte mir großes Glück. Das ist so unglaublich, so wundervoll, dass das ruhig jeder sehen darf. Brüste, die erst groß und prall werden und schließlich leer, hängend und mit Streifen? Ja! Sie haben vier Kinder gestillt, ernährt, ihnen Liebe und Geborgenheit geschenkt. Äußerlichkeiten sind doch so egal! Danke Körper, danke Kinder, dass ich durch euch zu dieser Einsicht gekommen bin! ❤️

 

 

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #letstalkabout von Zwischen Windeln und Wahnsinn und Wunschkindwege.

 

 

 
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Kategorien: Familienleben, Schwangerschaft & Geburt

6 Kommentare

  • Düse

    Irgendwie „freut“ es mich ja zu lesen, dass wir irgendwie alle mit unserem Gewicht hadern… und gleichzeitig macht es mich so traurig. Denn es zeigt ja, dass wir uns alle gegenseitig Mischugge machen.
    Stolz bin ich auf meinen Körper auch… jedes Mal aufs Neue, wenn ich meine beiden Wunder betrachte ❤
    Ich finde es übrigens richtig cool, dass Du 4 Kinder hast. Könnte ich mir auch vorstellen. 😉
    Ich lese ab jetzts gerne bei Dir mit… DANKE für Deine Teilnahme an unserem Projekt! 😊🤗

    • Mama Magie

      Danke für deine liebe Rückmeldung. Ja, vier Kinder sind wunderbar… Dann bin ich ja mal gespannt, wie es bei dir weitergeht. 😉

  • ......

    Huhu, danke für deine Geschichte…habe auch eine kleine geschichte ….
    anfang 2014 habe ich eine starke schilddrüsen überfunktion bekommen, wurde dann ein halbes jahr mit hunderten medikamenten vollgestoft und keins schlug an , dann gab es eins was anschlug (hat sich aber nicht mit der pille vertragen) …also bin ich Schwanger geworden und habe alles was es gibt in der Schwangerschaft mitgenommen von Diabetes bis hin zu richtig schlimmen wasser in beinen und Händen und gleich mal 34kg zugenommen nach der geburt gingen knapp 15 davon zurück und dann ging die Prozedur mit der schilddrüse weiter ,anfang diesen Jahres wurde mir dann die schilddrüse rausgenommen und nach der op (um genau zu sein die ersten 8 wochen nach der op haben nochmal “alles gegeben“ ganze 40kg habe ich “grundlos“ wieder zugenommen (die einstellung auf die richtige Menge tabletten war schuld) ,ich war am boden zerstört und fühlte mich auch nichtmehr wohl… meine ärztin nahm mir dann auch meine hoffnung wieder ein kleines bisschen selbstständig abzunehmen ,aber HEY nun habe ich mich damit erstmal abgefunden und werde jetzt ein jahr so weiter kämpfen um genau zu sein bis ich meine ausbildung fertig habe(die ich laaange durch meine Krankheit unterbrechen musste) und dann möchte mir die krankenkasse helfen…

    Und meine Prinzessin gibt mir dabei sooo viel Halt ..<3 <3 <3

    • Mama Magie

      Liebe Sandra,

      vielen Dank für deine Geschichte. Du hast schon viel erlebt und durchgemacht. Du bist eine starke Frau! Schön, dass deine Tochter dich so glücklich macht. Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg viel Kraft und Liebe.

      Mama Magie ❤️

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