5 Gründe für das Stillen im zweiten Lebensjahr

In letzter Zeit werde ich immer häufiger gefragt, ob ich „immer noch“ stille. Unsere kleinste Tochter ist 14 Monate alt. In einer Zeit, in der viele gar nicht stillen, einige es höchstens sechs Monate „schaffen“ und kaum einer bis zum ersten Geburtstag „durchhält“ sind 14 Monate ungewöhnlich. Aber ja, ich stille „immer noch“! Warum? Hier fünf gute Gründe für das Stillen im zweiten Lebensjahr.

 

Es ist gesund!

Stillen ist gesund! Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe in hoher Qualität, optimaler Menge und im richtigen Verhältnis für dein Kind. Zu den Nährstoffen gehören neben Wasser und Milchzucker auch Eiweiße, die dein Kind besonders leicht verdauen kann, gesunde Fettsäuren sowie Vitamine und Mineralstoffe. (1)

 

Es wird empfohlen!

Die WHO (World Health Organization) empfiehlt, das Stillen nach Bedarf mindestens bis zum Alter von zwei Jahren fortzusetzen, da Muttermilch weiterhin eine wichtige Quelle für viele Nährstoffe ist. Muttermilch ist während Erkrankungen des Kindes besonders wichtig, wenn das Kind das Essen verweigert, nicht aber die Brust. Stillen schützt in diesen Phasen vor einer Austrocknung und bietet die notwendigen Nährstoffe für die Genesung. Weiterhin wurde eine längere Stilldauer mit einem geringeren Risiko chronischer Erkrankungen und Übergewicht im Kindesalter und mit verbesserten kognitiven Leistungen in Verbindung gebracht. (2)

 

Es beruhigt!

Stillen bietet nicht nur Nahrungsaufnahme und Schutz vor Krankheiten, sondern hilft auch beim Beruhigen. Egal, ob unsere kleinste Zaubertochter aufgewühlt vom Tag oder vielen Erlebnissen und Erfahrungen ist, oder sich weh getan hat, beim Stillen beruhigt sie sich sofort. Die Natur hat dafür gesorgt, dass wir unser Kind mit unserem „eingebauten Schnuller“ selbst beruhigen können. 😊 Doch nicht nur unser Kind wird ruhig beim Stillen, auch wir, denn das Stillen bewirkt die Ausschüttung des Hormons Oxytocin, dass Kind und Mama ruhig und friedlich werden lässt.

Es reicht aus, dass die Mutter ihr Kind schreien hört, schon stellt ihr Körper Oxytocin her. Hautkontakt verstärkt den Effekt noch. »Wenn (das Kind) die Brust der Mutter berührt, löst es regelrechte Oxytocinschübe bei ihr aus«, erklärte Scheele. Das beruhigt sie, lässt den Spiegel des Stresshormons Cortisol sinken und erhöht den Milchfluss, wenn das Kind an der Brust saugt. Das (Kind) produziert nach dem Nuckeln ebenfalls Oxytocin und wird dadurch ruhig und friedlich. (3)

 

Es hilft beim Einschlafen!

Ganz naher Körperkontakt mit Mama, saugen und warme Milch genießen – wie könnte ein Kind schöner einschlafen? Geborgen, geliebt und sicher. Das produzierte Oxytocin nach dem Stillen wirkt nicht nur beruhigend, sondern lässt dein Kind auch gut einschlafen.

 

Aus Liebe!

Stillen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme. Stillen ist eine intensive, gemeinsame Erfahrung nur für dein Kind und dich. Stillen schenkt deinem Kind (und dir!) Nähe, Geborgenheit und Liebe! Auf diese wunderbare Art der Liebe möchte ich noch nicht verzichten und sie meinem Kind so lange geben, wie es sie braucht und möchte. ❤️

 

Buchempfehlungen

 

 

Quellenverzeichnis

(1) Warum Muttermilch so gesund ist

(2) Empfehlungen der WHO für die Ernährung gestillter Kinder

(3) Die Biochemie der Bindung

 

 

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Kategorien: Erleben, Familienleben, Stillen & schlafen

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